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Fahrplan:
Aufenthalt: 13. bis 22. April
Bahnhöfe:
- 13. / 14. April: Ostbahnhof
- 15. / 16. April: Lichtenberg (Zur Unterstützung von antifaschistischem und zivilgesellschaftlichem Engagement)
- 17. / 18. April: Schöneweide (Zur Unterstützung von antifaschistischem und zivilgesellschaftlichem Engagement)
- 19. / 20. April: Westhafen (ehem. Deportationsbahnhof, Putlitzbrücke/Quitzowstraße)
- 21. / 22. April: Grunewald (ehem. Deportationsbahnhof)
Öffnungszeiten: 9 - 19 Uhr
Schulklassen bitte anmelden unter Tel. 0177/1768633 um zu lange Wartezeiten zu vermeiden.
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Mahnwache vor dem Bahntower am 22. April von 17 bis 20 Uhr
Zehntausende Berlinerinnen und Berliner haben seit letztem Sonntag den Zug
der Erinnerung auf Berliner Bahnhöfen besichtigt. Die Erinnerung an die in
die Vernichtungslager deportierten Kinder findet in der Hauptstadt eine
überwältigende Resonanz. Am 21. und 22. April ist der Zug auf dem Bahnhof
Grunewald, voraussichtlich Gleis 3, zu besichtigen. Der Regierende
Bürgermeister, Klaus Wowereit, hat dort am Montag gegen 17.30 Uhr seinen
Besuch angekündigt. Nach zehntägigem Aufenthalt verlässt der Zug der
Erinnerung am 23. April Berlin.
Die Berliner Initiative beabsichtigt, mit einer Mahnwache vor dem Bahntower
auf dem Potsdamer Platz am 22. April von 17 bis 20 Uhr den Zug zu
verabschieden, ein Resümee des Berliner Aufenthalts zu ziehen und dagegen zu
protestieren, dass die Deutsche Bahn, unbeeindruckt von allen Appellen, nach
wie vor keine Bereitschaft zeigt, den Zug der Erinnerung zu unterstützen.
20. April 2008 - Berliner Initiative für den Zug der Erinnerung
Aufruf:
Züge fuhren durch Deutschland
Die Eisenbahn - Synonym für Fortschritt und Industrialisierung, Reisen und Urlaub, Träumen und Hoffnungen.
Synonym aber auch für das dunkelste Kapitel deutscher Eisenbahngeschichte. Die Bahn spielte eine entscheidende
Rolle bei den Deportationen von schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder von Juden, Sinti und Roma sowie politisch
Verfolgten aus ganz Europa in die Konzentrations- und Vernichtungslager des Dritten Reiches. Für viele gab es
keine Rückkehr und von vielen sind nicht einmal die Namen bekannt.
Ein Zug fährt durch Deutschland
Der Verein "Zug der Erinnerung" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder dem Vergessen zu entreißen.
Der Zug der Erinnerung war aus der Initiative 11.000 Kinder hervorgegangen. Seit dem 8. November fährt
der Zug mit Stopps in über 30 Städten die Deportationsroute in Richtung Auschwitz in Polen entlang. Fotos,
Film- und Videosequenzen von Überlebenden berichten von der Zustellung der Bescheide, beschreiben den Weg
zu den Lagern, erzählen von den Transporten. Im hinteren Zugteil laden ein Computer und eine Handbibliothek
zur Spurensuche ein, denn aus jeder Stadt sind Kinder und Jugendliche deportiert worden.
Ein Zug fährt durch Deutschland
Zug der Erinnerung zeigt, was die Bahn nicht zeigen will?! Wie bereits bei der vielbesuchten Ausstellung
"11.000 Kinder. Mit der Reichsbahn in den Tod" von Serge und Beate Klarsfeld will die Deutsche Bahn AG
und das Bundesverkehrsministerium der Bundesregierung, als Miteigentümer der Bahn AG, keine Unterstützung
des Zuges der Erinnerung leisten. Im Gegenzug will die Deutsche Bahn AG, durch den öffentlichen Druck dazu
gezwungen, eine eigene Ausstellung zwar unter Einbeziehung der Ausstellung von Serge und Beate Klarsfeld,
aber unter Ausschluss deutscher Bürgerinitiativen, eröffnen. Die Kosten der rollenden Ausstellung - zwischen
250.000 und 500.000 Euro - müssen somit weiterhin aus Spenden bestritten werden.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, Institutionen, Organisationen, Vereine und Parteien von Berlin,
Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, setzen uns dafür ein, dass der Zug der Erinnerung auch in
Berlin hält. Wir wollen die Fahrt des Zuges der Erinnerung durch Streckenpatenschaften, die Spurensuche
nach Zeugnissen und Dokumenten von deportierten Kinder und Jugendlichen aus Berlin und/oder Spenden zur
Finanzierung unterstützen! Damit der Zug in Berlin an verschiedenen Bahnhöfen jeweils für zwei Tage halten
und seine Ausstellung präsentieren kann, werden ca. 22 000 Euro benötigt.
Berlin, den 08. 01. 2008
>>> in Kooperation mit dem Landesarchiv Berlin, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Antifa Prenzlauer Berg
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